Bewegung vs. Aufsichtspflicht....

Infos zum Beitrag der Frankenpost

Liebe Besucherinnen unserer Homepage,

Liebe interessierte Leser der Frankenpost,

 

eine Idee zur stetigen qualitativen Weiterentwicklung unserer Schulkindbetreuung regt natürlich zur allgemeinen Urteilsfindung an, vor allem, wenn diese im Rahmen einer Pressemitteilung in die Öffentlichkeit gelangt.

Leider stellen wir aber gerade fest, dass diese Meinungsbildung auf Unwahrheiten und vor allem fehlenden Informationen seitens der Frankenpost basieren.

Wir sind dem Redakteur natürlich dankbar für die Sorge, welche er um unser gesundheitliches Wohlbefinden hat. Nur muss man wissen, dass jedem Erzieher oder Kinderpfleger die tägliche Bewegung durchaus im Vorfeld schon bewusst ist, wenn man sich mit dem Berufsfeld auseinandersetzt. Somit haben wir gerne eine körperliche Betätigung, sonst hätten wir uns bestimmt für einen Bürojob entschieden.

In diesem Falle geht es also nicht um unseren Bewegungsdrang, sondern vor allem um eine qualitative Weiterentwicklung unserer Schulkindbetreuung, welche wir nur anstreben können, wenn die Räumlichkeiten darauf abzustimmen sind.

Die momentane Schulkindbetreuung findet in den Räumen des Bürgerhauses und der alten VR – Bank statt.

Diese teilen wir uns mit der allgemeinen Bevölkerung, d.h. am Vormittag oder Abend kann das Gebäude von anderen Personen gemietet werden. Dies führt zum Umkehrschluss, dass alle beweglichen Sachen verräumt und abgesperrt werden müssen. Somit haben die Kinder keinerlei Chance sich die Zimmer so einzuräumen, dass ein zeitgemäßes und kindgerechtes Ambiente entsteht. Die Räume sind kahl, längerfristige pädagogische Angebote nicht möglich, geschweige denn die Benutzung der Turnhalle, da diese aus Sanierungsgründen für die KiTa gesperrt wurde.

Dies ist nur ein kleiner Teil von Hintergrundinformationen, die man für eine Urteilsbildung benötigt. Von den Räumen angefangen, bis hin zu personellen und wirtschaftlichen Aspekten.

Wenn man bedenkt, dass wir unsere Schulkindbetreuung nach den benötigten Betreuungszeiten der Eltern für ihre Kinder ausrichten, hat man bestimmt nicht gleich im Kopf, dass wir flexibel arbeiten müssen. Wenn die Schule kurzfristig wegen Hitzefrei oder Krankheiten der Lehrer die Kinder eher aus der Schule entlassen müssen/können, dann sind wir da. Die SchülerInnen müssen nicht erst nach Hause, um dann die schriftlich vereinbarten Betreuungszeiten einzuhalten. Die Kinder kommen und wir öffnen die Türen im weit entfernten (300m) Bürgerhaus und decken aber gleichzeitig die adäquate Betreuung unserer 2 bis 6jährigen Kleinen innerhalb der KiTa ab. Da kommt schon einiges an Bewegung zusammen, wenn man auch bedenkt, dass wir ganzjährig, bis auf Weihnachten, die KiTa geöffnet haben (komplette Ferienbetreuung möglich).

Die im BEP (Bayerischer Bildungs- und Erziehungsplan) vorgeschriebenen Arbeitsweisen beachtet, ist es für Kinder wichtig, Ihnen die bestmöglichsten Lern- und Entwicklungschancen zu bieten. Das Umfeld soll aktiv zum Lernen anregen, ihr Wohlbefinden steigern und somit zu einer Effizienz von Lernprozessen führen. Angefangen von der Transition, dem Übergang vom Kindergarten in die Schule / Schulkindbetreuung bis hin zum alltäglichen Bewältigen der Lern- und Hausaufgaben ist es uns eine Herzensangelegenheit, die Kinder da aufzufangen, wo sie stehen und Ihnen bestmöglich zu helfen.

Natürlich war die Nutzung des Bürgerhauses eine gute Chance dazu, mehr Kinder zu integrieren und viele Familien bei der Betreuung ihrer Schulkinder zu unterstützen. Nun haben wir jedoch im Alltag feststellen müssen, dass noch Luft nach oben ist, vor allem was die Räume anbelangt.

Durch die Entstehung des Multifunktionsspielplatzes und somit dem Wegfall der öffentlichen Nutzung des Nachbargeländes würde es sich sehr anbieten, eine bauliche Lösung (Container oder Holzbauweise, etc.) zu finden, um die Schulkindbetreuung in unmittelbarer Nähe des Kindergartens zu haben. Das BGH könnte dann dauerhaft ohne zeitliche Einschränkung von den Bürgern genutzt werden, die Kinder hätten dann ihre „eigene“ Anlaufstelle und das Personal könnte bei Notsituationen weiterhin qualitativ betreuen und die Kommunikationswege würden angepasst.

Die Kinder hätten bei uns die Chance selbständig und altersgerecht das Außengelände zu nutzen, ohne dass ein Durchgangsverkehr die Bewegungsfläche einschränken würde.

Personelle Engpässe könnten schneller und effizienter geregelt werden, da wir weiterhin die dauerhafte Betreuung ohne Schließung sicherstellen möchten.

Um dies alles stemmen zu können müssen natürlich die Kosten im Auge behalten und Fördermöglichkeiten geprüft werden. Deshalb durften wir in der NICHT – öffentlichen Gemeinderatsitzung unser Konzept mit Idee und Umsetzung, den Hintergründen zu Kosten und Fakten vorstellen, damit sich die Gemeinderäte ein Bild davon machen können, um eine weitere Vorgehensweise zu beratschlagen.

Zu diesem Part der Sitzung war der Redakteur dieses Artikels allerdings nicht dabei und somit fehlen ihm leider notwendige Informationen. Somit beruht ein Großteil dieses Artikels aus seinen eigenen Vermutungen und Spekulationen, welche nun das Bild von Faulheit des Personals vermitteln sollen. Auf diesen Zug sind leider weitere Unwissende schon aufgesprungen.

Dem spreche ich jedoch klar dagegen und freue mich darüber ein anderes Bild meines Teams zu haben. Wir erledigen unsere Aufgaben mit Leidenschaft und versuchen viele Möglichkeiten für die Kinder umzusetzen, damit diese einen tollen Lebensabschnitt bei uns verbringen können.

Freundliche Grüße aus der KiTa Gattendorf

 

Nicole Dräger

 

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